Die Geschichte des DRK Ortsvereins Daaden e. V. 1954 - 2005
Im Frühjahr 1954 hat der Herdorfer DRK-Bereitschaftsleiter und Ausbilder Otto Jung in der Kirchenschule in Daaden einen Erste-Hilfe-Lehrgang durchgeführt.
Nach Abschluss des Lehrgangs, der von Dr. Joachim Nickol abgenommen wurde, machte Bereitschaftsführer Otto Jung den Vorschlag, in Daaden einen Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes zu gründen.
Nach mehreren Vorbesprechungen unter der Leitung des dem Roten Kreuz gut gesinnten Oberförster Suhr und dessen Frau, Dr Joachim Nickol, Amtsrat Ernst Schmidt und einigen Damen und Herren, wurde dann am 11. September 1954 der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes im Gasthof Koch in Daaden gegründet.
ALs erster Vorsitzender wurde vorgeschlagen und gewählt: Amtsrat Ernst Schmidt. Es folgten: Amtsbürgermeister Wilhelm Langenbach, Verbandsgemeindebürgermeister Günter Wolfram, Heilpraktiker Erhard Hess, Richter am Amtsgericht Betzdorf Reiner Rühmannund seit zwei Jahren ist es Rudolf Weber.
Dr. Joachim Nickol war bis zu seinem Umzug nach Oberbayern als DRK-Bereitschafts-Arzt tätig. Es folgten: Dr. Paterna-Lohmann und noch amtierend Dr. Berthold Barth.
Als Bereitschaftsführer waren tätig Oswald Pauschert, Oberförster Haas, Erhard Hess, Harry Niedenführ, Dieter Theis und noch amtierend Stefan Haubrich. Als Bereitschaftsführerin war lange Jahre Frau Hildegard Schneider tätig.
Im Jahr 1956 wurde auf Vorschlag von Amtsbürgermeister W. Langenbach und nach eingehender Beratung, ein gebrauchter Krankentransportwagen von der Siegener Feuerwehr gekauft. Das war der Beginn einer langjährigen Eigenregie durchgeführter Aufgaben des jungen Ortsvereins, die bis zum Herbst 1976 andauerte.
Da die verschiedenen Fahrer auf KM-Basis bezahlt wurden, war eine sehr solide und sparsame Haushaltsführung möglich. Dadurch konnte der Ortsverein alle 5 Jahre einen neuen Krankentransportwagen kaufen.
Bedingt durch das Rettungsdienstgesetz des Landes, musste der Ortsverein die Selbstständigkeit aufgeben und Fahrzeuge sowie Fahrer, wir hatten zu diesem Zeitpunkt 1 Krankentransportwagen "Opel Kapitän" und einen PKW "VW" für sitzende Transporte ab Oktober 1976 in den DRK-Kreisverband Altenkirchen eingegliedert bzw. an diesen abgegeben.
Im Jahre 1973 wurde im Sommer eine Gruppe des Jugend Rot Kreuzes ins Leben gerufen, deren Bestand bis heute anhält und nach wie vor einen regen Zulauf hat. Auch der "Aktive Dienst" beim DRK-Ortsverein hat sich in den 50 Jahren ständig verbessert und auf den neusten Stand entwickelt.
Was mit dem uralten VW Bus im Jahre 1957 begann, ist heute mit 2 modernen Fahrzeugen (1 VW Bus T5 und 1 VW LT 35) ein sehr guter Bestand. Hinzu kommen noch 2 Einachs-Anhänger zum Materialtransport.
Da der Ortsverein seine Ausrüstung in verschiedenen Räumlichkeiten der Verbandsgemeinde untergebracht hatte, ebenso einen Schulung- und Übungsraum im alten Gerichtsgebäude, zur früheren Zeit sogar in der "Alten Post", nutzen durfte, bot sich im Jahre 1985 die Möglichkeit, von der evangelischen Kirchengemeinde den alten Kindergarten in der Lamprechtstraße käuflich zu erwerben. Dies wurde sofort getätigt.
Nach einer Renovierungsarbeit von 3 Jahren und dem Neubau einer 3 Boxen-Garage mit Vollunterkellerung, wurde das neue DRK-Heim am 8. Mai 1988 seiner Bestimmung übergeben und bezogen. Auch hierbei konnte der Ortsverein viel Geld sparen, da die Renovierungsarbeiten alle vom "Aktiven Dienst" ausgeführt wurden. Damit hat der DRK-Ortsverein ein komfortables eigenes zu Hause als Eigentum erstanden.
Da der Krankentransport vom Ortsverein so durchgeführt wurde, dass der jeweilige Fahrer das Fahrzeug bei sich zu Hause stehen hatte und seinen Dienst von dort aus führte, hatte der DRK-Kreisverband beschlossen, ab 1. Januar 1988 Räumlichkeiten im neuen DRK-Heim anzumieten, von wo aus nun die Einsätze gefahren wurden. Dieser eher behelfsmäßige Zustand dauerte über 12 Jahre, bis die neue Rettungswache in der Saynischen Straße eingeweiht und bezogen worden ist.
Harry Niedenführ